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Landschaft.Nacht.Stille
Thomas Bredenfeld
Die Landschaft des Hochgebirges ist seit langem die Grundkonstante im künstlerischen Schaffen von Thomas Bredenfeld. In der Malerei erschafft er aus scheinbar chaotischen Farbmustern strenge Gebirgsstrukturen, in der Fotografie bildet er detailreich die Realität ab, entfernt daraus aber alles, was auf menschlichen Einfluss hindeutet. In den Fotografien und Malereien sind nur Felsen, Schnee, Himmel, Wolken und Sterne zu sehen, keine Seilbahnen, Schipisten, Stromleitungen oder Hütten. Seine Landschaften sind Sehnsuchtsorte, in denen große Stille herrscht, in denen der Mensch nur als Betrachter der Bilder anwesend ist.
Dieses Verhältnis – dort das mächtige Gebirge, die gnadenlose Natur in ihrer Unendlichkeit, hier der Mensch in seiner begrenzten Existenz – ist ein ewig gültiges Thema für den Künstler. Über dieses Verhältnis nachzudenken empfindet Thomas Bredenfeld als dringlicher denn je, weil der Mensch in seinem Größenwahn selbst die mächtige Landschaft, das Dunkel der Nacht und sogar den Sternenhimmel verändert und für seine Zwecke nutzt. Sie drohen zu verschwinden und müssen deshalb festgehalten werden, wenigstens fotografisch oder mit Pinsel und Farbe.
Um zu den Aufnahmepunkten der großformatigen Nachtfotografien zu gelangen, sind oft längere Fußmärsche nötig, meist mit schwerem Rucksack, mit ausführlicher Planung des richtigen Zeitpunkts davor, ausführlicher Bearbeitung der Aufnahmen danach und sehr langen Belichtungszeiten. Nachts in Kälte, Dunkelheit und Schweigen stundenlang auf einem Berg zu stehen und ins Unendliche des Sternenhimmels zu schauen, ist eine Übung in Demut, ein Sammeln von kostbaren Augenblicken mit der Kamera. Wer diese Bilder betrachtet, kann die große Stille unter dem Sternenhimmel im Hochgebirge nachspüren.
  02.03. - 22.04.2022

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